Tolle Serie mit starken Schwächen

Nach dem 1:1 gegen den Hamburger SV kann der VfB-Fan beruhigt auf die Tabelle schauen. Mit 38 Punkten ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, dass man noch um den Klassenerhalt bangen muss. Die Serie von 8 Spielen ungeschlagen, klingt auf dem Papier für einen Aufsteiger unglaublich beeindruckend.

Die Wahrheit über Korkuts Serie trügt

Wer im Fußball einen Lauf hat, der hat auch das Glück auf seiner Seite. Gäbe es den Videobeweis nicht, würden die Schwaben weiter unten in der Tabelle angesiedelt sein. Ebenso sind die Siege auch nur schwer erkämpfte, ohne spielerische Überzeugung. Gegen den Hamburger SV, das Tabellenschlußlicht der Liga, tat sich der VfB wieder einmal sehr schwer. Es fehlt an kreativen Offensivspielern, obwohl mal in den letzten 1-2 Jahren die Verpflichtungen im Offensivbereich immer in den Himmel gelobt hat. Neuling Tommy scheint die Richtung vorzugeben, aber es fehlen noch wichtige Eckpfeiler, die eben auch mal eine Druckphase einleiten können. Maxim überzeugte nicht als Trainingsweltmeister, konnte aber nach seinen Einwechslungen oftmals Akzente setzen. Seit der Ära von Balakov, hat man auf der zentralen Offensivposition keinen Spieler mehr mit bestechenden Fähigkeiten verpflichten können. Reschke erkennt dies, gab auch schon in Interviews zu verlauten, dass das kreative Spiel beim VfB kaum oder garnicht vorhanden ist. Das lässt die Hoffnung aufleben, das auf solchen wichtigen Positionen in Zukunft angesetzt wird, damit sich der Verein in der Bundesliga stabilisieren kann.

Fehlende Alternativen auf den Flügeln

Insua ist ein wichtiger Stützpfeiler im Stuttgarter Team. Beck zeigt nach anfänglichen Schwächen, langsam solide, defensive Leistungen auf dem Platz. Allerdings zeigt er auch große Schwächen im Offensivspiel. Anstatt sich auf dem Flügel durchzusetzen, kommt eher der Rückpass. Die meisten Flanken kommen nicht an. Insua dagegen tankt sich immer mal wieder gut auf der Linie durch, aber auch seine Leistungen schwanken.

Es fehlt eine Alternative auf dem Flügel, vorallem auf der rechten Seite. Außenverteidiger sind allerdings weit gesucht, es wird schwer hier optimal nachzulegen. Dennoch ist diese Position derzeitige Schwachstelle Nr.1 im Stuttgarter Kader.

Reschke ist gefordert

Das Team befindet sich auf einem guten Weg. Im Vergleich zum Abstiegskader, lässt dieser neue Kader bei einigen Talenten Hoffnung aufschimmern. Es bleiben aber noch Baustellen, um den Kader für die Zukunft weiter zu festigen. Die gesunde Mischung zwischen erfahrenen Spielern und Talenten sollte dabei immer im Fokus liegen. Man sieht es derzeit am einst erfolgreichen BVB, dass hochkarätige Talente nicht für einen geplanten Erfolg stehen.

Aus 6 Spielen noch 3 Punkte

Wer sich an die Abstiegssaison erinnern kann weiß, dass man auch 6 Spiele in Folge verlieren kann. Dennoch macht es derzeit absolut nicht den Eindruck, dass der VfB noch einmal ins Wanken kommen wird. Aus 6 Spielen müssen nur noch 3 Punkte her, mit 41 Punkten ist der Nichtabstieg besiegelt. Dabei hat man drei Heimspiele gegen Hannover 96, Werder Bremen und die TSG Hoffenheim. Allein bei diesen Gegnern müsste zumindest ein Sieg umsetzbar sein.

Für Europa wird es nicht reichen, dafür ist der Kader derzeit auch noch überhaupt nicht ausgelegt. Die Zielsetzung, in 1-2 Jahren International wieder beteiligt zu sein, ist dafür derzeit durchaus denkbar.

Auf geht`s VfB!

Bildquelle: http://vfb-bilder.de/

 

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